Kindergarten in Ranchi – Abschluss Phase 1

Kindergarten in Ranchi – Abschluss Phase 1

Die erste Phase unseres Anfang des Jahres 2021 gestarteten Projekts zur Errichtung eines reformpädagogischen Kindergartens in Ranchi konnte mit einigen Corona-bedingten Monaten Verspätung erfolgeich abgeschlossen werden. Der Abschlussbericht wurde im November an Die Kappe e.V., Bildungsträger des Kreativitätsschulzentrums Berlin überreicht, ohne deren großzügigen Spenden das Projekt so nicht hätte gestartet und umgesetzt werden können.

Das Haupaugenmerk in Projektphase 1 lag auf der Sanierung und Renovierung eines leer stehenden Gebäudes auf dem Gelände des Hauptsitzes des YMCA im Zentrum der Stadt Ranchi. Dabei konnten eine ganze Reihe von Arbeiten abgeschlossen werden oder sind bereits weit fortgeschritten. So wurden z.B. die Böden, das Mauerwerk und das Dach des Gebäudes grundlegend instand gesetzt. Es wurden Anbauten und neue Wände hinzugefügt sowie Zu- und Abwasserleitungen verlegt. Im Außenbereich wurde das teils sumpfige Gelände entwässert und mit baulichen Maßnahmen besser gegen die Monsunregenfälle geschützt.

Auch unser Antrag für Projektphase 2 wurde bereits eingereicht und bewilligt und wir hoffen, schnell mit den Arbeiten beginnen und die noch ausstehenden Bauarbeiten rasch abschließen zu können. Zudem werden auch Auswahl und Training des neuen Kindergarten-Teams, die Möblierung sowie die Anschaffung allen nötigen Equipments im Mittelpunkt stehen. Damit sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, pünktlich zum neuen Schuljahr die Türen unseres neuen reformpädagogischen Kindergartens für die Kinder aus der Umgebung öffnen zu können.

Ankunft neuer weltwärts-Freiwilliger

Ankunft neuer weltwärts-Freiwilliger

Heute ist – nach einer Corona-bedingten Verzögerung von rund eineinhalb Jahren – nun unser neuer weltwärts-Freiwilliger aus Indien in Berlin angekommen: Ajay Bhengra. Wie seine Vorgänger Mukut und Rimil wird auch er im Rahmen der Süd-Nord-Komponente des weltwärts-Programms für ein Jahr in Deutschland bleiben. Möglich gemacht wurde dies insbesondere auch mit der tatkräftigen Unterstützung unserer zahlreichen Partnerorganisationen in Indien und Deutschland, denen unser ausdrücklicher Dank gilt! Wie üblich stehen zunächst Sprachkurse an, bevor es dann mit der aktiven Arbeit losgeht.

Ankunft am Berliner Flughafen gemeinsam mit 4 weiteren weltwärts-Frewilligen aus Indien

Projektstart „Neuer Kindergarten in Ranchi – Phase 1“

Projektstart „Neuer Kindergarten in Ranchi – Phase 1“

Das Unterrichts- und Betreuungskonzept der Vorschulbildung in Indien ist vielerort auf dem Stand von vor über 40 Jahren stehengeblieben. Vielfache Begegnungen und Gespräche mit Freunden aus Deutschland, die im Bereich Erziehung tätig sind brachten in den vergangenen Jahren einen regen Austausch über frühkindliche Entwicklung und moderne Formen der Bildungsarbeit mit sich. Daraus erwuchs bei unseren Partnern im YMCA Ranchi der Wunsch, das eigene Bildungskonzept umzugestalten und speziell den Jüngsten einen geeigneteren Start in ein Leben des Lernens zu ermöglichen. Insbesondere kleine Kinder sollen künftig ohne Druck und Angst vor Disziplinierungsmaßnahmen in ihrer Entwicklung gefördert werden. Die Entfaltung der eigenen Fähigkeiten in einem positiven Umfeld und mit kreativen und spielerischen Methoden sollen in Zukunft eine stärkere Rolle spielen in der Bildungsarbeit.

Auf dem Gelände des Hauptsitzes des YMCA im Herzen der Stadt Ranchi steht ein entsprechendes Gebäude mit großflächigem Außenbereich zur Verfügung. Der Plan sieht vor, durch Reparatur- und Renovierungsmaßnahmen das derzeit leerstehende Gebäude in einen kindgerechten, ansprechenden Kindergarten zu verwandeln. In der ersten Projektphase der vorgesehenen Aktivitäten soll zunächst das Gebäude für den neuen Kindergarten saniert und renoviert werden. Reparaturen an Dach und Außenwänden sowie Umgestaltung der Räumlichkeiten im Inneren werden nötig. Wasser- und Stromleitungen sollen erneuert, Sanitäranlagen und Küche entsprechend den neuen Bedürfnissen angepasst werden. Auch der Außenbereich und die umgebenden Begrenzungsmauern zur Straße hin müssen umgestaltet und repariert werden.

Das Projekt startete schon Anfang des Jahres und wird in erster Linie mithilfe großzügigen Spendes des Vereins Die Kappe e.V., Bildungsträger des Kreativitätsschulzentrums Berlin, umgesetzt. Mittlerweise konnten schon eine Reihe von Arbeiten abgeschlossen werden oder sind bereits weit fortgeschritten. So wurden z.B. die Böden, das Mauerwerk und das Dach des Gebäudes grundlegend instand gesetzt. Durch die schweren Auswirkungen der Corona-Krise in Indien sowie durch starke Regenfälle während der Monsun-Zeit verzögert sich der Abschluss von Projektphase 1 um einige Monate. Alle Beteiligten sind aber sehr zuversichtlich, dass die erste Phase im Jahr 2021 abgeschlossen werden kann.

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Abschlussbericht zum Projekt Slum-Zentren

Abschlussbericht zum Projekt Slum-Zentren

Im November 2020 konnten wir das im Jahr 2019 gestartete Projekt Slum-Zentren zum Abschluss bringen. Nach bereits erfolgreicher Renovierung der ersten zwei Slum-Zentren, hatte die Covid-19-Pandemie die Arbeiten Anfang/Mitte 2020 monatelang unterbrochen, wodurch sich die Fertigstellung des dritten Zentrums ‚Islam Nagar‘ entsprechend verzögerte. Schließlich konnte aber auch dieses in der zweiten Jahreshälfte renoviert und umgebaut werden wird mittlerweile sehr aktiv genutzt.

Finaler Abschlussbericht zum Download

Den vollständigen Abschlussbericht des YMCA Ranchi zum Projekt ‚Slum-Zentren‘ könnten Sie unter folgendem Link im pdf-Format herunterladen:

Dank and die Geldgeber und Partner

Ein großes Dankeschön geht an dieser Stelle noch einmal an den Verein Die Kappe e.V., Bildungsträger für das Kreativitätsschulzentrum Berlin, welcher die Umsetzung des Projekts durch seine großzügige Spende erst möglich gemacht hat. Auch dem YMCA Ranchi als durchführender Instititution vor Ort sowie all unseren weiteren Partnern in Indien ein gilt unser herzlicher Dank!

2020 Shantiniketan

2020 Shantiniketan
Sebastian und die Schülergruppe der Tagore-Schule in Delhi

Nach langen und intensiver Vorbereitung war es im Februar 2020 endlich soweit und eine Gruppe der Tagore-Schule Berlin konnte unter Betreuung und Begleitung von Sebastian Keller vom Indischen Forum ihre Partnerschule in Shantiniketan im indischen Bundesstaat West-Bhengal besuchen.

Es war eine Reise voller interessanter Erfahrungen und spannender Erlebnisse. Gleichzeitig war es eine Zeit eines intensiven und produktiven Austausches.

Um den nicht dabei gewesenen einen bessren Eindruck von der Reise zu vermitteln, hat die Indien AG des Tagore-Gymnasiums einen detaillierten Bericht verfasst und mit zahlreichen Fotos angereichert.

Sie finden diesen im pdf-Format unter folgendem Link:

2018 Mitgliederreise

2018 Mitgliederreise

Zum feierlichen Anlass des 10. Jubiläums der offiziellen Vereinsgründung unternahmen wir im November 2018 eine lange geplante Mitgliederreise nach Indien. Insgesamt sieben neue und alte Mitglieder besuchten dabei verschiedene Stationen im Land, mit einem klaren Fokus auf unserem Projektgebiet im Bundesstaat Jharkhand.

Mitglied des Indischen Forums und Teilnehmer der Reisegruppe Christian Schumacher erstellte den folgenden kleinen Reisebericht für uns:

Eine Reisegruppe des Indischen Forums machte sich im Herbst 2018 auf den Weg nach Indien. Unser erstes Ziel war Ranchi, wo wir von Mukut Bodra und Alex Nitschke herzlich empfangen wurden. Mukut und Alex leben dort, wissen Bescheid, kennen die Sprache, können uns vor Ort die Probleme unserer Partner in Indien detailliert schildern und zeigen. Wir fuhren nach Vermittlung des YMCA Ranchi, die vor Ort auch zu den Partnern vom Indischen Forum und von Sarjom gehören, in eine Slum-Schule. Wir sahen viel Elend, aber auch ermutigende Ansätze von Hilfe für die Slumbewohner.

Christian Schumacher mit den Gossner Singers beim Missionstag in Ranchi

Am nächsten Tag fuhren wir nach Gowindpur, wo wir eine Farmschule besuchten und einen Einblick in die Reisernte bekamen. Das ist eine anstrengende Tätigkeit. Nach der Besichtigung eines Martha Kindergartens (Träger ist die Gossner Church in Ranchi, die Gründung und Errichtung lief nach einem in Deutschland verbreiteten Konzept) fuhren wir nach Chaibasa, wo wir unseren“ Kindergarten eigentlich einweihen wollten. Aber unsere indischen Partner waren nicht fertig geworden. Also haben wir zwei Tage lang auf der Baustelle gearbeitet. Das war trotz fehlender Ausrüstung sehr erfolgreich (der Kindergarten wurde einige Monate später feierlich eingeweiht).

Wir trafen auch alle erreichbaren Stipendiaten, die vom Indischen Forum seit Jahren unterstützt werden. Eine große Gruppe Kinder und Jugendliche kam da zusammen. Wir wurden mit einigen Schicksalen vertraut gemacht, haben aber auch gemeinsam gespielt und gegessen und Spaß gehabt.

Unter der hervorragenden Planung, Durchführung und Leitung von Sebastian Keller starteten wir, zurück aus Chaibasa, nach Chennai. Von dort aus besuchten wir die Küstenstadt Puducherry, fuhren per Bahn nach Madurai, sahen dann noch Hyderabad und Delhi. Auf allen Stationen sahen wir die touristisch bedeutsamen Tempel, Kirchen und Gegenden. Alles war prima vorbereitet.

Es war anstrengend, aber schön und unvergessen. Als wir im Flieger zurück nach Berlin saßen, war uns klar: Die Reise hatte sich in jeder Beziehung gelohnt. Wir sind motiviert, die Unterstützung für unsere Partner in Indien weiter zu pflegen. 

Zwischenbericht zum Projekt Slum-Zentren

Zwischenbericht zum Projekt Slum-Zentren

In einem Zwischenbericht zum seit Oktober 2019 laufenden Projekt Slum-Zentren haben unsere indischen Partner – das YMCA Ranchi und Sarjom – aktuelle Informationen über die Fortschritte bei der Instandsetzung der Zentren geschickt. Mittlerweile sind 2 der 3 Zentren renoviert worden:

Slum-Zentrum „Kadru Phooltoli“

Bevor die Arbeiten begannen, mussten alle Lehrmittel, Geräte und 16 Nähmaschinen vorübergehend aus dem Zentrum entfernt werden. Während der gesamten Reparaturarbeiten gingen die Schülerinnen und Schüler für ihre Kurse in ein anderes ehemaliges Slumzentrum. Insgesamt waren 12 Arbeiter an den verschiedenen Phasen der Arbeiten beteiligt. Zunächst wurden die alten Dachbleche entfernt und durch die neuen GI-Stahlbleche ersetzt. Dies dauerte etwa vier Tage.

Danach wurde der neue Zementbodenbelag hergestellt, für den der frühere Boden gebrochen und der Schutt entfernt werden musste. Notwendige Reparaturarbeiten an den Wänden, Fenstern und Türen wurden durchgeführt, bevor die Wände mit einem neuen Feinkitt-Putz mit glatter Oberfläche behandelt wurden. Zuletzt wurden die Malerarbeiten innen und außen durchgeführt und zwei neue Tafeln im Raum angebracht. Kurz vor Weihnachten waren die Arbeiten in Kadru Phooltoli schließlich abgeschlossen.

Slum-Zentrum „Jagannathpur Centre“

Wie die Arbeiten in Kadru Phooltoli begannen auch die Reparaturarbeiten im Jagannathpur-Zentrum mit der Entfernung der alten Dachplatten. Die Asbestplatten, die seit 40 Jahren nicht mehr verändert worden waren, hatten bereits mehrere Risse. Innerhalb von vier bis fünf Tagen wurden die Dachplatten durch GI-Stahlbleche ersetzt und das neue Dach installiert.

Der reguläre Unterricht für die Kinder konnte während der Arbeitsperiode fortgesetzt werden, da die benachbarte Gemeinde der North Western GEL Church ihre Räume für die Vorschule zur Verfügung stellte. Am 24. Januar 2020 wurde das Jagannathpur-Zentrum wiedereröffnet, und die Kinder nahmen ihre Vorschulerziehung in ihrem Zentrum wieder auf, nun in neuer, ansprechender Umgebung.

Alt-Marzahner Adventsmarkt 2019

Alt-Marzahner Adventsmarkt 2019

Wie jedes Jahr am Sonntag des ersten Adventswochenendes waren wir auch in diesem Jahr wieder beim Adventsmarkt in Alt-Marzahn dabei.

An unserem Stand haben sich viele Besucher über unsere Projektarbeit informiert, bei einem heißen Tee aufgewärmt oder kleine Weihnachtsgeschenke wie unseren neuen Kalender gegen eine Spende erworben.

Engagierte Mitglieder des Indisches Forums haben den Stand auf dem Adventsmarkt in Alt-Marzahn betreut

Die Kalender für 2020

Die Kalender für 2020

Basti hat auf seinen langen Reisen durch Indien wieder unzählige Fotos geknipst und wir haben die schönsten für den neuen Kalender 2020 herausgesucht. Monat für Monat zeigt sich die Vielfältigkeit Indiens auf den wunderbaren A3-Wandkalendern.

Wenn Interesse besteht, freuen wir uns über eine Spende von 10 € (Versand für zzgl. 4 €). Für die Bestellung schreibt uns einfach eine E-Mail oder eine Nachricht auf Facebook. Bitte Anzahl und Postadresse nicht vergessen. Natürlich ist in vielen Fällen auch eine persönliche Übergabe oder Abholung möglich. Wir freuen uns, wenn Ihr unsere Projekte in Indien durch den Erwerb der Kalender unterstützt.

Drei Beispielseiten unseres Kalenders für das Jahr 2020

Projektstart „Slum-Zentren“

Projektstart „Slum-Zentren“
Eine Gruppe Vorschulkinder in einem der Slum-Zentren in Ranchi

Dank einer großzügigen Spende des Vereins Die Kappe e.V., Bildungsträger für das Kreativitätsschulzentrum Berlin, konnte 2019 gemeinsam mit dem YMCA Ranchi das neue Projekt „Slum-Zentren“ gestartet werden. Es handelt sich dabei um die Unterstützung der Bildungsarbeit in städtischen Slums in Ranchi. Hier werden seit vielen Jahren in sozialen Brennpunkten der wachsenden Stadt sogenannte Slum-Zentren durch das YMCA betrieben, in denen insbesondere Kindern aus armen Familien der Zugang zu Bildung ermöglicht wird.

In dem gemeinsamen Projektvorhaben möchte das YMCA Ranchi zusammen mit SARJOM, unserer indischen Partnerorganisation, die Qualität der Bildungseinrichtungen in den Slums anheben. Diese sollen auf spielerisch-kreative Weise die Vorschulkinder auf den Schulbesuch vorbereiten. Dazu gehört vor allem auch, dass die in schlechtem baulichen Zustand befindlichen Zentren in den Slums umfangreich saniert und entsprechend kindgerecht (um-)gestaltet werden.