2020 Shantiniketan

2020 Shantiniketan
Sebastian und die Schülergruppe der Tagore-Schule in Delhi

Nach langen und intensiver Vorbereitung war es im Februar 2020 endlich soweit und eine Gruppe der Tagore-Schule Berlin konnte unter Betreuung und Begleitung von Sebastian Keller vom Indischen Forum ihre Partnerschule in Shantiniketan im indischen Bundesstaat West-Bhengal besuchen.

Es war eine Reise voller interessanter Erfahrungen und spannender Erlebnisse. Gleichzeitig war es eine Zeit eines intensiven und produktiven Austausches.

Um den nicht dabei gewesenen einen bessren Eindruck von der Reise zu vermitteln, hat die Indien AG des Tagore-Gymnasiums einen detaillierten Bericht verfasst und mit zahlreichen Fotos angereichert.

Sie finden diesen im pdf-Format unter folgendem Link:

2018 Mitgliederreise

2018 Mitgliederreise

Zum feierlichen Anlass des 10. Jubiläums der offiziellen Vereinsgründung unternahmen wir im November 2018 eine lange geplante Mitgliederreise nach Indien. Insgesamt sieben neue und alte Mitglieder besuchten dabei verschiedene Stationen im Land, mit einem klaren Fokus auf unserem Projektgebiet im Bundesstaat Jharkhand.

Mitglied des Indischen Forums und Teilnehmer der Reisegruppe Christian Schumacher erstellte den folgenden kleinen Reisebericht für uns:

Eine Reisegruppe des Indischen Forums machte sich im Herbst 2018 auf den Weg nach Indien. Unser erstes Ziel war Ranchi, wo wir von Mukut Bodra und Alex Nitschke herzlich empfangen wurden. Mukut und Alex leben dort, wissen Bescheid, kennen die Sprache, können uns vor Ort die Probleme unserer Partner in Indien detailliert schildern und zeigen. Wir fuhren nach Vermittlung des YMCA Ranchi, die vor Ort auch zu den Partnern vom Indischen Forum und von Sarjom gehören, in eine Slum-Schule. Wir sahen viel Elend, aber auch ermutigende Ansätze von Hilfe für die Slumbewohner.

Christian Schumacher mit den Gossner Singers beim Missionstag in Ranchi

Am nächsten Tag fuhren wir nach Gowindpur, wo wir eine Farmschule besuchten und einen Einblick in die Reisernte bekamen. Das ist eine anstrengende Tätigkeit. Nach der Besichtigung eines Martha Kindergartens (Träger ist die Gossner Church in Ranchi, die Gründung und Errichtung lief nach einem in Deutschland verbreiteten Konzept) fuhren wir nach Chaibasa, wo wir unseren“ Kindergarten eigentlich einweihen wollten. Aber unsere indischen Partner waren nicht fertig geworden. Also haben wir zwei Tage lang auf der Baustelle gearbeitet. Das war trotz fehlender Ausrüstung sehr erfolgreich (der Kindergarten wurde einige Monate später feierlich eingeweiht).

Wir trafen auch alle erreichbaren Stipendiaten, die vom Indischen Forum seit Jahren unterstützt werden. Eine große Gruppe Kinder und Jugendliche kam da zusammen. Wir wurden mit einigen Schicksalen vertraut gemacht, haben aber auch gemeinsam gespielt und gegessen und Spaß gehabt.

Unter der hervorragenden Planung, Durchführung und Leitung von Sebastian Keller starteten wir, zurück aus Chaibasa, nach Chennai. Von dort aus besuchten wir die Küstenstadt Puducherry, fuhren per Bahn nach Madurai, sahen dann noch Hyderabad und Delhi. Auf allen Stationen sahen wir die touristisch bedeutsamen Tempel, Kirchen und Gegenden. Alles war prima vorbereitet.

Es war anstrengend, aber schön und unvergessen. Als wir im Flieger zurück nach Berlin saßen, war uns klar: Die Reise hatte sich in jeder Beziehung gelohnt. Wir sind motiviert, die Unterstützung für unsere Partner in Indien weiter zu pflegen. 

Zwischenbericht zum Projekt Slum-Zentren

Zwischenbericht zum Projekt Slum-Zentren

In einem Zwischenbericht zum seit Oktober 2019 laufenden Projekt Slum-Zentren haben unsere indischen Partner – das YMCA Ranchi und Sarjom – aktuelle Informationen über die Fortschritte bei der Instandsetzung der Zentren geschickt. Mittlerweile sind 2 der 3 Zentren renoviert worden:

Slum-Zentrum „Kadru Phooltoli“

Bevor die Arbeiten begannen, mussten alle Lehrmittel, Geräte und 16 Nähmaschinen vorübergehend aus dem Zentrum entfernt werden. Während der gesamten Reparaturarbeiten gingen die Schülerinnen und Schüler für ihre Kurse in ein anderes ehemaliges Slumzentrum. Insgesamt waren 12 Arbeiter an den verschiedenen Phasen der Arbeiten beteiligt. Zunächst wurden die alten Dachbleche entfernt und durch die neuen GI-Stahlbleche ersetzt. Dies dauerte etwa vier Tage.

Danach wurde der neue Zementbodenbelag hergestellt, für den der frühere Boden gebrochen und der Schutt entfernt werden musste. Notwendige Reparaturarbeiten an den Wänden, Fenstern und Türen wurden durchgeführt, bevor die Wände mit einem neuen Feinkitt-Putz mit glatter Oberfläche behandelt wurden. Zuletzt wurden die Malerarbeiten innen und außen durchgeführt und zwei neue Tafeln im Raum angebracht. Kurz vor Weihnachten waren die Arbeiten in Kadru Phooltoli schließlich abgeschlossen.

Slum-Zentrum „Jagannathpur Centre“

Wie die Arbeiten in Kadru Phooltoli begannen auch die Reparaturarbeiten im Jagannathpur-Zentrum mit der Entfernung der alten Dachplatten. Die Asbestplatten, die seit 40 Jahren nicht mehr verändert worden waren, hatten bereits mehrere Risse. Innerhalb von vier bis fünf Tagen wurden die Dachplatten durch GI-Stahlbleche ersetzt und das neue Dach installiert.

Der reguläre Unterricht für die Kinder konnte während der Arbeitsperiode fortgesetzt werden, da die benachbarte Gemeinde der North Western GEL Church ihre Räume für die Vorschule zur Verfügung stellte. Am 24. Januar 2020 wurde das Jagannathpur-Zentrum wiedereröffnet, und die Kinder nahmen ihre Vorschulerziehung in ihrem Zentrum wieder auf, nun in neuer, ansprechender Umgebung.

Alt-Marzahner Adventsmarkt 2019

Alt-Marzahner Adventsmarkt 2019

Wie jedes Jahr am Sonntag des ersten Adventswochenendes waren wir auch in diesem Jahr wieder beim Adventsmarkt in Alt-Marzahn dabei.

An unserem Stand haben sich viele Besucher über unsere Projektarbeit informiert, bei einem heißen Tee aufgewärmt oder kleine Weihnachtsgeschenke wie unseren neuen Kalender gegen eine Spende erworben.

Engagierte Mitglieder des Indisches Forums haben den Stand auf dem Adventsmarkt in Alt-Marzahn betreut

Die Kalender für 2020

Die Kalender für 2020

Basti hat auf seinen langen Reisen durch Indien wieder unzählige Fotos geknipst und wir haben die schönsten für den neuen Kalender 2020 herausgesucht. Monat für Monat zeigt sich die Vielfältigkeit Indiens auf den wunderbaren A3-Wandkalendern.

Wenn Interesse besteht, freuen wir uns über eine Spende von 10 € (Versand für zzgl. 4 €). Für die Bestellung schreibt uns einfach eine E-Mail oder eine Nachricht auf Facebook. Bitte Anzahl und Postadresse nicht vergessen. Natürlich ist in vielen Fällen auch eine persönliche Übergabe oder Abholung möglich. Wir freuen uns, wenn Ihr unsere Projekte in Indien durch den Erwerb der Kalender unterstützt.

Drei Beispielseiten unseres Kalenders für das Jahr 2020

Projektstart „Slum-Zentren“

Projektstart „Slum-Zentren“
Eine Gruppe Vorschulkinder in einem der Slum-Zentren in Ranchi

Dank einer großzügigen Spende des Vereins Die Kappe e.V., Bildungsträger für das Kreativitätsschulzentrum Berlin, konnte 2019 gemeinsam mit dem YMCA Ranchi das neue Projekt „Slum-Zentren“ gestartet werden. Es handelt sich dabei um die Unterstützung der Bildungsarbeit in städtischen Slums in Ranchi. Hier werden seit vielen Jahren in sozialen Brennpunkten der wachsenden Stadt sogenannte Slum-Zentren durch das YMCA betrieben, in denen insbesondere Kindern aus armen Familien der Zugang zu Bildung ermöglicht wird.

In dem gemeinsamen Projektvorhaben möchte das YMCA Ranchi zusammen mit SARJOM, unserer indischen Partnerorganisation, die Qualität der Bildungseinrichtungen in den Slums anheben. Diese sollen auf spielerisch-kreative Weise die Vorschulkinder auf den Schulbesuch vorbereiten. Dazu gehört vor allem auch, dass die in schlechtem baulichen Zustand befindlichen Zentren in den Slums umfangreich saniert und entsprechend kindgerecht (um-)gestaltet werden.

Abschied von unserem Weltwärtsfreiwilligen Rimil

Abschied von unserem Weltwärtsfreiwilligen Rimil

So schnell vergeht ein Jahr. Gestern hat Rimil, Teilnehmer am Süd-Nord-Austauschs des weltwärts-Programms, seinen Freiwilligendienst bei uns erfolgreich beendet und ist wieder in seine Heimat Indien zurückgekehrt.

Wir danken Rimil ganz herzlich für seine Freiwilligenarbeit und seine Unterstützung des Indischen Forums hier vor Ort in Berlin und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit ihm.

Verabschiedung von Rimil am Flughafen Tegel

Stundenlauf der Tagore- Schule

Stundenlauf der Tagore- Schule

Sportliche Schülerinnen und Schüler des Tagore-Gymnasiums in Berlin-Marzahn haben beim diesjährigen Stundenlauf zum Sportaktionstag alles gegeben.

Insgesamt haben sie rund 95 € an Spenden für das Indische Forum erlaufen. Dafür möchten wir Ihnen an dieser Stelle ganz herzlich danken.

Basti präsentiert Stolz den Erlös des Stundenlaufes der Tagore-Schule für das Indische Forum

Erntedankfest in Alt-Marzahn

Erntedankfest in Alt-Marzahn

Beim diesjährigen Erntedankfest Mitte September war das Indische Forum wieder mit einem Stand vertreten. Trotz des schlechten Wetters haben sich viele Besucher auf den Weg nach Alt-Marzahn gemacht und beim Bummel über das Fest einen indischen Chai probiert oder kleine Mitbringsel aus Indien erworben.

In diesem Jahr war die Spendenbereitschaft erfreulich hoch und unser Verein konnte rund 200 € an Spenden einnehmen.

Unser Stand auf dem Erntedankfest in Alt-Marzahn 2019

Kindergarten eröffnet

Kindergarten eröffnet
Einheimische und deutsche Freiwillige bereiten zusammen die Eröffnung vor.

Mitte Januar wurde in Chaibasa endlich der neue Martha-Kindergarten fertiggestellt und mit ca. 150 Gästen feierlich eingeweiht.

Die letzten Wochen vor der Einweihung waren noch einmal geprägt von viel anstrengender Arbeit, um schnell noch so viel wie möglich fertigzustellen. Dazu waren extra mehrere Mitglieder unserer Partnerorganisation SARJOM, die aktuellen weltwärts-Freiwilligen und ein Ex-Freiwilliger aus Ranchi angereist.

Das Kindergarten-Komitee in Chaibasa entschied dann relativ spontan, dass eine „kleine“ Einweihungsfeier mit der Gemeinde am Sonntag stattfinden könne. Für den März, wenn eine Partnergruppe des Kirchenkreises Lichtenberg-Oberspree zu Besuch in Chaibasa sein wird, darunter voraussichtlich auch die Kindergarten-Initiatorin Helga Ottow, soll noch einma eine „große“ Eröffnungs-Veranstaltung stattfinden. Ziel ist es, bis dahin alle noch ausstehenden Arbeiten abzuschließen.

Seit dem 15.01.2019 kommen nun bereits die ersten Kinder und der Betrieb wurde offiziell aufgenommen. Eine Erleichterung nicht nur für die Eltern, sondern auch für die Erzieherinnen, welche auf Grund mehrerer Verzögerungen lange darauf warten mussten, ihre praktische Arbeit endlich beginnen zu dürfen.